Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Instrument zur Ermittlung und Bewertung von Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz. Zwei Themen stehen dabei aktuell besonders im Fokus: die systematische Erfassung psychischer Belastungen und der Einsatz digitaler Tools, die Durchführung und Dokumentation erleichtern. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick, worauf es dabei ankommt.

Welche Empfehlungen gibt es zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen?

Orientierung bieten die Empfehlungen „Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung“ der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), auf die sich Bund, Länder und Unfallversicherungsträger gemeinsam mit den Sozialpartnern verständigt haben. Ergänzend hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 2025 ein Fachbuch mit Gestaltungsanforderungen und -optionen zur Vermeidung von Gefährdungen durch psychische Belastungen veröffentlicht. Beide Quellen geben konkrete Hinweise, wie diese Faktoren bewertet und Maßnahmen abgeleitet werden können.

Welche psychischen Belastungen gehören in die Gefährdungsbeurteilung?

Ein zentrales Element ist die strukturierte Erfassung psychischer Belastungen. Hierzu zählen unter anderem Arbeitsverdichtung, mangelnde Pausenregelungen oder unklare Rollenverteilungen. Wie gute Arbeitsbedingungen psychische Belastungen verringern können, lesen Sie auch in unserem Beitrag zu gesunden und stabilen Teams. Die Grundlagen der Gefährdungsbeurteilung haben wir in unserem Beitrag Gefährdungsbeurteilung – Ein Muss für jeden Betrieb zusammengefasst.

Wie unterstützen digitale Tools bei der Gefährdungsbeurteilung?

Moderne Softwarelösungen ermöglichen es Unternehmen, Gefährdungsbeurteilungen effizient zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren. Die Tools bieten oftmals Vorlagen, Checklisten und automatische Erinnerungen. Damit lassen sich nicht nur Fehler vermeiden, sondern auch die Kommunikation mit den Beschäftigten verbessern.

Unser Fazit

Die Entwicklungen im Bereich der Gefährdungsbeurteilung bieten Chancen für mehr Effizienz und Sicherheit am Arbeitsplatz. Wir empfehlen, bestehende Prozesse zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Als externe Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Tools und der Umsetzung der Anforderungen.

 

Häufig gestellte Fragen zur Gefährdungsbeurteilung

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Instrument zur Ermittlung und Bewertung von Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz. Aus ihr werden die Maßnahmen abgeleitet, die Beschäftigte bei der Arbeit schützen.

Welche psychischen Belastungen sollten erfasst werden?

Dazu zählen unter anderem Arbeitsverdichtung, mangelnde Pausenregelungen oder unklare Rollenverteilungen. Orientierung bei der Bewertung bieten die Empfehlungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) zur Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung.

Wie helfen digitale Tools bei der Gefährdungsbeurteilung?

Digitale Tools unterstützen bei Planung, Durchführung und Dokumentation. Sie bieten oftmals Vorlagen, Checklisten und automatische Erinnerungen, helfen so Fehler zu vermeiden und verbessern die Kommunikation mit den Beschäftigten.

Weiterführende Informationen zu regelmäßigen Wiederholungsunterweisungen finden Sie in unserem Beitrag zur effektiven betrieblichen Unterweisung. Als externe Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen wir Sie gerne dabei, neue Mitarbeitende und Auszubildende von Anfang an sicher einzuarbeiten.